Karriere-Ratgeber
Dein LinkedIn-Profil ist eine Landingpage, keine Akte
Dirk Walter
Gründer karriva, CRM und Direct Marketing
Ein gutes LinkedIn- oder XING-Profil scheitert selten an fehlendem Talent. Es scheitert daran, dass die meisten ihr Profil wie eine Akte behandeln, die einmal ausgefüllt und dann nie wieder angefasst wird, statt wie das, was es tatsächlich ist: eine Landingpage für die eigene Karriere, die jederzeit konvertieren muss.
Warum das Profil das am meisten vernachlässigte Bewerbungsdokument ist
Der Lebenslauf wird vor jeder Bewerbung aktualisiert. Das Anschreiben wird auf die Stelle zugeschnitten. Aber das LinkedIn- oder XING-Profil bleibt oft über Jahre unangetastet, meistens seit dem letzten Jobwechsel. Dabei ist genau dieses Profil für die meisten der erste Kontaktpunkt, nicht der Lebenslauf. Recruiter suchen auf LinkedIn, bevor sie überhaupt eine Bewerbung öffnen. Ehemalige Kollegen, die eine Empfehlung aussprechen könnten, schauen dort nach. Wer vor einem Netzwerk-Event oder einem Vertriebsgespräch nachschlägt, landet zuerst auf dem Profil.
Das Ergebnis ist ein seltsames Ungleichgewicht: Das Dokument, das am aktivsten im Bewerbungsmoment eingesetzt wird, bekommt die meiste Pflege. Das Dokument, das die ganze Zeit über sichtbar ist und permanent Eindruck macht, bekommt am wenigsten.
LinkedIn und XING sind Landingpages, keine Lebensläufe
Im Direktmarketing gibt es einen klaren Unterschied zwischen einem Dokument, das vollständig dokumentieren soll, und einer Landingpage, die konvertieren soll. Ein PDF-Lebenslauf ist genau das: vollständig, chronologisch, zum einmaligen Lesen gedacht. Eine Landingpage hat eine einzige Aufgabe, die richtige Person in den ersten Sekunden abzuholen und zu einer konkreten Handlung zu bewegen. Dafür wird sie konsequent auf Conversion optimiert, mit einer Headline, die das Angebot sofort klar macht, und einem Aufbau, der Aufmerksamkeit in Interesse übersetzt.
Ein LinkedIn- oder XING-Profil funktioniert nach genau derselben Logik, auch wenn die meisten es wie ein vollständiges Dokument behandeln. Die Headline ist keine Jobtitel-Zeile, sie ist die erste und wichtigste Zeile Copy, die jemand liest. Das About ist kein Fließtext-Lebenslauf, es ist die Stelle, an der sich entscheidet, ob jemand weiterliest oder abspringt. Wer seinen Lebenslauf einfach in die Profilfelder kopiert, überträgt ein Dokument zum vollständigen Lesen dorthin, wo eigentlich eine Landingpage gebraucht wird, die in Sekunden überzeugen muss. Es ist formal vollständig, aber es konvertiert nicht.
Was auf einer guten Profil-Landingpage wirklich zählt
Die Headline ist der wichtigste Baustein, weil sie auch in der Suche und in Kommentaren sichtbar ist, nicht nur auf dem Profil selbst. Sie sollte in wenigen Worten zeigen, was jemand macht, für wen und was ihn unterscheidet, nicht nur den aktuellen Jobtitel wiederholen. „Senior Projektmanager bei XY GmbH“ ist eine Beschriftung. „Projektmanagement für komplexe IT-Rollouts im Mittelstand“ ist eine Positionierung.
Das About entscheidet, ob jemand überhaupt weiterliest. Die ersten ein bis zwei Zeilen sind sichtbar, bevor „mehr anzeigen“ geklickt werden muss, genau wie der Bereich oberhalb des Scrolls auf einer Landingpage. Dort muss stehen, worum es geht, nicht eine Floskel wie „leidenschaftlicher Teamplayer mit hoher Lösungsorientierung“.
Die Erfahrungsbeschreibungen sollten nicht Zuständigkeiten auflisten, sondern Ergebnisse zeigen, genauso wie im Lebenslauf, nur kompakter und auf Scannen ausgelegt statt auf Lesen in ganzer Länge. Und bei den Kenntnissen zählt nicht die Vollständigkeit, sondern welche fünf Skills oben angepinnt sind, die für die aktuelle Zielrichtung tatsächlich relevant sind.
LinkedIn und XING sind nicht dieselbe Zielgruppe
Zwei Landingpages für dasselbe Angebot sehen nicht automatisch gleich aus, wenn sie unterschiedliche Märkte ansprechen. LinkedIn ist inzwischen auch in DACH die mit Abstand größere und weiter wachsende Plattform, der faktische Standard für die meisten Branchen. XING schrumpft zwar insgesamt, bleibt aber im klassischen Mittelstand, im Handwerk und in regionalen oder öffentlichen Branchen weiterhin relevant, mit einer realen Stärke, die LinkedIn dort nicht in gleichem Maß hat.
Für die eigene Positionierung heißt das: wer überwiegend im Mittelstand oder regional unterwegs ist, sollte XING nicht abschreiben, auch wenn LinkedIn insgesamt die Priorität hat. Dieselbe Positionierung, aber zwei unterschiedlich formulierte Landingpages für zwei unterschiedliche Publika. Wer auf beiden Plattformen exakt denselben Text einfügt, verschenkt genau diesen Unterschied.
Warum ausgefüllt nicht dasselbe ist wie positioniert
Ein vollständig ausgefülltes Profil kann trotzdem schlecht konvertieren, wenn der Inhalt generisch bleibt. Das ist derselbe Mechanismus, der auch bei generischen Anschreiben und Bewerbungen zu beobachten ist: alle Felder sind belegt, aber „motivierter Teamplayer mit Hands-on-Mentalität“ steht am Ende bei jedem zweiten Profil. Eine Landingpage mit vollständigen, aber austauschbaren Textbausteinen konvertiert nicht besser als eine leere Seite, sie wirkt nur geschäftiger.
Der eigentliche Hebel liegt vor dem Schreiben, nicht im Ausfüllen der Felder: eine klare Vorstellung davon, welches Problem man löst und für wen, bevor überhaupt die erste Zeile Headline entsteht. Genau deshalb beginnt auch karriva nicht beim Profiltext, sondern bei der Karriere-Positionierung. Erst wenn klar ist, was der Markt eigentlich sehen soll, lohnt es sich, daraus Texte zu machen.
Wie karriva aus dem bestehenden Profil fertige Texte macht
karriva liest das bestehende Profil, also die bereits vorhandenen Erfahrungen, Skills und die eigene Positionierung, und erstellt daraus fertige Texte für LinkedIn und XING: Headline, About, Erfahrungsbeschreibungen und empfohlene Kenntnisse für LinkedIn, Profilslogan, „Ich suche“ und „Ich biete“ sowie About für XING. Die Tonalität lässt sich zwischen modern, neutral und konservativ wählen, passend zur jeweiligen Plattform und Branche, und jedes Textfeld zeigt direkt, wie viele Zeichen vom jeweiligen Plattform-Limit noch frei sind. Das Feature ist Teil des kostenlosen Plans, keine leere Seite, kein Abtippen des Lebenslaufs, sondern fertige Texte zum direkten Einfügen, ausgehend von dem Profil, das ohnehin schon da ist.
Fertige Profiltexte, nicht noch eine leere Seite.
karriva schreibt Headline, About und Erfahrungsbeschreibungen für LinkedIn und XING aus deinem Profil, kostenlos.

Dirk Walter
Gründer von karriva
Dirk Walter hat karriva gebaut, nachdem er selbst erlebt hat, wie schwer es ist, sich im Bewerbungsprozess klar zu positionieren. Er kommt aus dem CRM und Direct Marketing und überträgt diese Prinzipien auf die Jobsuche.
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